Geld anlegen. Seriös, sicher und gut
Sicher und gut Geld anlegen
Geld anlegen ist schon seit ewigen Zeiten mit vielen Fragen verbunden.
Seit der Geldverkehr den Tauschhandel abgelöst hat versuchen Menschen immer wieder mit neuen Ideen und erstaunlicher Energie, ihr Geld mit Gewinn gut und sicher anzulegen.
Hier wär es dann noch sehr wünschenswert wenn der Wortkombination "gut und sicher" das kleine Wörtchen "verfügbar" hinzuzufügen wäre. Aber genau dieses Wörtchen hat es in sich. Denn so lange man auch immer suchen mag, welche noch so renditestarke Kapitalanlage man sich ausguckt und wenn diese dann auch noch so sicher ist, mit der Verfügbarkeit wird es dann ganz bestimmt nicht sonderlich gut bestellt sein.
Man spricht in diesem Zusammenhang auch vom "magischen Dreieck" der Kapitalanlage.
Dieses besagt, dass es ganz einfach nicht möglich ist alle drei, zwischenzeitlich sind es eigentlich vier Kriterien, unter einen Hut zu bringen.
Aus dem Dreieck wurde nämlich zwischenzeitlich ein Viereck, denn viele sehen auch den Inflationsschutz als unabdingbar bei der Kapitalanlage.
Betrachten wir eine Geldanlage also doch ganz einfach mal aus diesem " magischen" Blickwinkel und nehmen hierbei eine zur Erläuterung und Verdeutlichung dieser Aussage, recht gängige Geldanlage zur Grundlage für diese Betrachtung.
Das Sparbuch
Das Sparbuch, jeder kennt es, fast jeder hat eines, aber jeder schimpft über die mickrigen Zinserträge. Zwar ist das Sparbuch eine recht sichere Geldanlage, vorausgesetzt die herausgebende Bank heißt nicht gerade Lehmann Bank... Und an der Verfügbarkeit des Kapitals gibt es beim Sparbuch ebenfalls nichts auszusetzen. Aber wenn man dann den dritten der Punkte des magischen Dreiecks betrachtet, nämlich die Rendite, dann überkommt den Sparbuch Inhaber das große Grauen. Eigentlich kann man hier gar nicht mehr von Rendite sprechen, denn bei einer Inflation von 3 % und einem Zinsertrag von 0,5 % legt man inflationsbereinigt ja noch drauf. Da ist es ja beinahe noch besser sein Geld unterm Kopfkissen aufzubewahren, hierbei spart man dann wenigstens das Spritgeld für den Weg zur Bank oder wenn diese gerade um die Ecke ihr Domizil aufgeschlagen hat, die Kalorien für den Fußweg dahin. Knappes Fazit, Sparbuch sicher, jederzeit verfügbar, Rendite Totalausfall!
Festgeld und Tagesgeld
Weiter geht´s im Reigen der Geldwertanlagen mit Festgeld und Tagesgeld. Auch hier bewegt man sich jeweils in äußerst überschaubaren Renditegewässern. Sicherheit, wie zuvor schon beim Sparbuch festgestellt ist OK und Verfügbarkeit, je nach Vereinbarung der Laufzeit beim Festgeld, ausreichend. Beim Tagesgeld ist die Rendite zwar schon etwas besser, Sicherheit und Verfügbarkeit sind ebenfalls OK, aber halt alles immer nur äußerst kurzlebig, wie der Name schon sagt eben nur für einen Tag. Wollte man ein Prädikat vergeben, wie es bei der Qualitätseinstufung beim Wein üblich ist dann könnte man sagen, Festgeld und Tagegeld rangieren auf der Qualitätsstufe "Qualitätswein", also immerhin nicht ""Essig" wie dies beim Sparbuch der Fall ist!
Aktien & Aktienfonds
Aber schauen wir uns jetzt einmal die inflationsgeschützten Kapitalanlagen an. Hier sind selbstverständlich Aktien zu nennen. Als Produktiv Vermögen der Wirtschaft sind diese auf jeden Fall in hohem Maße inflationsgeschützt und können auch relativ hohe Renditen erwirtschaften.
Allerdings hapert es mit der Sicherheit.
Die Investition in Aktien bedeutet zwar schnelle Verfügbarkeit, aber diese nützt dem Kapitalanleger dann recht wenig, wenn das angelegte Kapital nach einem Kurs Crash zwar gerade noch verfügbar, allerdings kaum noch sichtbar ist. Von Rendite lässt sich in diesem Fall ganz bestimmt nicht mehr sprechen.
Etwas sicherer sind da schon Aktienfonds, diese splitten die Anlagewerte und somit ist die Gefahr eines Totalausfalls recht gering. Auch von der Renditeseite kann man bei Aktienfonds nicht meckern, zumeist erwirtschaften sie, vorausgesetzt das Portfolio wird ordentlich gemanagt, ganz ordentliche Gewinne. Allerdings die Aktienanlage sollte man auf jeden Fall als langfristige Anlage betrachten, Zeiten von 5 Jahren aufwärts sind in jedem Fall zu empfehlen. Beim Wein würde man sagen, Kabinett!
Edelmetalle
Ebenfalls recht interessant schaut es seit geraumer Zeit bei der Investition in Edelmetalle aus. Gold und Silber sind nach wie vor im Höhenflug, nach vielen Jahren der totalen Langeweile haben die Edelmetalle jetzt endlich mal gezeigt was eigentlich so in ihnen steckt. Gold, Silber und Platin sind schnell verfügbar, relativ sicher aber zur Rendite lässt sich aktuell schwerlich etwas sagen. Zwar hat der Höhenflug den Anlegern die schon seit vielen Jahren in Edelmetallen investieren, gerade in letzter Zeit satte Gewinne beschert, die künftige Entwicklung lässt sich allerdings sehr schwer prognostizieren. Von den künftigen Gewinn Erwartungen her gesehen geht der Trend wohl eher seitwärts! Aus der Sicht des Winzers betrachtet, Kabinett - Spätlese.
Immobilien
Eine Kapitalanlage in Immobilien bedeutet zumeist die anspruchsvollste Variante sein Geld gut und inflationsgeschützt zu investieren. Auch die Sicherheit lässt nichts zu wünschen übrig. Kapital in Immobilien anlegen heißt aber auch gleichzeitig eine sehr lange Investition einzugehen.
Denn schon alleine die Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf summieren sich ganz schnell auf 10% der Investitionskosten und ein Wiederverkauf innerhalb von 2 oder 3 Jahren wird auch bei bester Wertentwicklung nicht mit Gewinn zu realisieren sein. Da sich die Immobilie von der Zusammensetzung ihrer Werthaltigkeit her gesehen aber zur Hälfte aus Materialkosten und zur anderen Hälfte aus Lohnkosten zusammensetzt, werden langfristig gesehen immer Gewinne erwirtschaftet werden können. Denn Material verteuert sich allen Gesetzmäßigkeiten des Marktes nach succesive und die Löhne müssen dann zwangsläufig nachziehen. Nach Öchslegrad gemessen durchaus Auslese, nur eben die Verfügbarkeit...
Sicherheit, Rendite, Verfügbarkeit und Inflationsschutz
Und hier soll das Kaleidoskop der Geldanlagen schließen. Eine Geldanlage die wirklich alle wünschenswerten Kriterien beinhaltet, die da wären Sicherheit, Rendite, Verfügbarkeit und Inflationsschutz, wird es leider nicht geben. Deshalb sollte jeder seiner ganz persönlichen Anlagementalität nach sein Geld anlegen. Und vielleicht wird der ein oder andere nach dem Lesen dieser Zeilen, für sich jetzt sogar sein ganz persönliches Anlage-(Tröpfchen) gefunden haben. Und genau wie beim Weingeschmack, Geschmäcker sind ja bekanntlich sehr verschieden. So wird dem einen die Trockenbeerenauslese das bedeuten, was für den anderen vielleicht der Qualitätswein ist!
